btshq.online ist für mich kein klassisches Portfolio. Es ist der Versuch, Projekte, Gedanken, Menschen, Karriere und persönliche Entwicklung an einem Ort zusammenzubringen - so, wie mein Kopf ohnehin arbeitet.
Benjamin Trinidad Segura
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Ich habe lange versucht, verschiedene Teile meines Lebens sauber voneinander zu trennen.
Arbeit hier.
Projekte dort.
Gedanken irgendwo in Notizen.
Ideen in Chatverläufen.
Kontakte in verschiedenen Apps.
Persönliche Entwicklung wieder an einem anderen Ort.
Auf dem Papier klingt das ordentlich.
In der Realität hat es für mich nie wirklich funktioniert.
Je mehr ich aufgebaut habe, desto deutlicher wurde mir, dass diese Bereiche für mich nicht getrennt existieren. Eine Idee aus einem Bewerbungsgespräch kann später zu einem Produkt werden. Eine Beobachtung über Menschen kann plötzlich erklären, warum ein Feature funktioniert. Ein Hobby kann eine Produktidee auslösen. Eine persönliche Krise kann verändern, was ich überhaupt als Erfolg betrachte.
Mein Leben funktioniert nicht in einzelnen Ordnern.
Warum sollte meine persönliche Website das tun?
Ein digitales Zuhause statt einer Visitenkarte
Die meisten persönlichen Websites beantworten ungefähr dieselben Fragen:
Wer bist du?
Was hast du gemacht?
Wie kann man dich kontaktieren?
Das ist sinnvoll. Aber für mich war es irgendwann zu wenig.
Ich wollte keinen Ort bauen, der nur zeigt, was bereits abgeschlossen ist.
Ich wollte einen Ort, der lebt.
Einen Ort für Projekte, während sie entstehen. Für Gedanken, während sie sich verändern. Für Menschen, die Teil meiner Geschichte werden. Für Dinge, die funktionieren - und genauso für Dinge, die noch unfertig sind.
Sondern weil dort möglichst viele Fäden zusammenlaufen.
Projekte sind für mich keine isolierten Produkte
Wenn ich an einem Produkt arbeite, denke ich selten nur an dieses eine Produkt.
Ich denke darüber nach, welches Problem es löst. Welche Menschen es benutzen würden. Wie es sich anfühlen soll. Welche anderen Produkte dazu passen könnten. Welche Daten später hilfreich wären. Was daraus in zwei Jahren entstehen könnte.
Manchmal ist das hilfreich.
Manchmal führt es dazu, dass aus einer kleinen Idee plötzlich zwölf weitere Ebenen entstehen.
Genau deshalb wollte ich auf btshq.online nicht nur fertige Projekte zeigen.
Ich möchte auch sichtbar machen, wie diese Welt miteinander verbunden ist.
Was entsteht gerade?
Was ist bereits real?
Welche Idee gehört zu welcher größeren Vision?
Und welche Menschen sind Teil davon?
Die Menschen gehören dazu
Ein großer Teil meiner bisherigen Arbeit hatte immer mit Menschen zu tun.
Deshalb fühlte sich eine klassische Projektseite irgendwann falsch an.
Produkte entstehen schließlich nicht im luftleeren Raum.
Menschen helfen. Menschen inspirieren. Menschen öffnen Türen. Menschen bauen mit. Menschen geben Feedback. Manche begleiten einen nur für einen kurzen Moment und verändern trotzdem etwas.
Die World Map auf btshq.online ist deshalb nicht einfach eine Karte mit Pins.
Sie ist langfristig eher eine Karte meiner Verbindungen.
Partner. Interviews. Projekte. Begegnungen. Orte.
Ein persönliches Netzwerk, das sichtbar wachsen darf.
Ich wollte auch die unfertigen Seiten zeigen
Im Internet zeigen wir oft nur Ergebnisse.
Den neuen Job.
Das fertige Produkt.
Den Launch.
Den Erfolg.
Aber ein großer Teil des eigentlichen Lebens findet vorher statt.
In Phasen, in denen man noch nicht weiß, ob etwas funktioniert.
In denen man zehn Ideen gleichzeitig hat.
In denen man sich selbst widerspricht.
In denen eine Richtung plötzlich keinen Sinn mehr ergibt und eine andere dafür umso mehr.
Ich wollte einen Ort, an dem auch diese Bewegung Platz hat.
Nicht als öffentliches Tagebuch für jedes Detail meines Lebens.
Aber als ehrlicheres Bild davon, wie Dinge entstehen.
Deshalb gibt es hier Tests und Tools
Einige Bereiche von btshq.online sehen auf den ersten Blick vielleicht nicht wie Bestandteile einer persönlichen Website aus.
Life Alignment.
Find Your Next Step.
Personal Advantage.
Money Profile.
Der Grund dafür ist einfach:
Viele der Fragen dahinter beschäftigen mich selbst.
Was will ich eigentlich?
Was kann ich besonders gut?
Welche Muster wiederholen sich?
Welche Umgebung passt zu mir?
Warum treffe ich bestimmte Entscheidungen?
Ich finde es spannend, aus solchen Fragen kleine interaktive Erfahrungen zu bauen.
Nicht mit dem Anspruch, Menschen in eine perfekte Kategorie zu stecken.
Sondern als Werkzeug zum Nachdenken.
Wenn jemand danach einen Gedanken über sich selbst hat, den er vorher noch nicht hatte, hat das Tool seinen Zweck erfüllt.
Writing ist ein Teil davon
Ich habe lange mehr gedacht als geschrieben.
Oder genauer gesagt:
Ich habe sehr viel geschrieben - nur selten öffentlich.
Notizen. Konzepte. Nachrichten. Produktideen. Lange Chatverläufe. Gedanken, die irgendwo verschwinden.
Writing soll dafür einen festen Platz schaffen.
Nicht jeder Text muss perfekt sein.
Nicht jeder Gedanke muss eine große These enthalten.
Aber einige Gedanken verdienen es, nicht nur in irgendeinem privaten Dokument zu enden.
Dieser Artikel ist dafür wahrscheinlich das passendste erste Beispiel.
Und ja, hier gibt es inzwischen sogar eine Nerd-Ecke
Auch das gehört für mich dazu.
Welche Serien schaue ich gerade?
Welche Spiele spiele ich?
Welche Bücher lese ich?
Welche Filme und Anime sind hängen geblieben?
Das hat vielleicht keinen direkten beruflichen Nutzen.
Aber genau das ist der Punkt.
Ein Mensch besteht nicht nur aus Lebenslauf, Projekten und Produktivität.
Geschmack erzählt ebenfalls etwas.
Vielleicht sogar mehr, als man denkt.
Deshalb gibt es jetzt eine kleine kuratierte Nerd Corner.
Nicht als vollständige Medienbibliothek.
Dafür entsteht irgendwann Streamory.
Hier geht es einfach um einen kleinen Blick in meine Welt.
btshq.online wird wahrscheinlich nie wirklich fertig sein
Das klingt gefährlich für jemanden, der Produkte gerne um noch eine Ebene erweitert.
Aber ich meine damit nicht, dass die Seite niemals einen fertigen Zustand erreichen darf.
Sie soll selbstverständlich funktionieren.
Sie soll schnell sein.
Verlässlich.
Sicher.
Verständlich.
Aber der Inhalt darf sich weiterentwickeln.
Neue Projekte kommen dazu.
Manche verschwinden vielleicht wieder.
Neue Menschen werden Teil der World Map.
Gedanken verändern sich.
Produkte wachsen.
Und wahrscheinlich werde auch ich in einigen Jahren anders über manche Dinge denken, die heute hier stehen.